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AAA Zyklus in Salzburg

ARS ANTIQUA AUSTRIA Zyklus
im Kuenburgsaal, Salzburg Museum
2021/2022


«Musica Caesarea» präsentiert verschiedene Bereiche des Musizierens im Kaiserreich.
«Klang der Kulturen» möchte das multikulturelle Grundgefühl vermitteln, das in der Barockzeit zur Ausbildung einer paneuropäischen Kultur des Klanges führte.
«Musica Austriaca» stellt musikalische Zentren des Vielvölkerstaates vor: Städte, Klöster, Fürstenhöfe…
«Bach privat»: In Bachs Privatwohnung findet ein imaginärer Wettstreit zwischen den bekannten Geigern Vilsmayr und Westhoff, sowie den befreundeten Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach statt. Die Meisterschaft des Gastgebers übertrifft kühnste Erwartungen...

21. November 2021 | 6. März 2022 | 3. April 2022 | 23. April 2022


Sonntag, 21. November 2021, 11.00 Uhr
MUSICA CAESAREA

Francesco Conti - Cantate del Amore

Als erster Theorbist, Vizekapellmeister und Hofkomponist der kaiserlichen Hofkapelle war Conti einer der produktivsten und einflussreichsten Musiker in Wien. In der Kaiserstadt hatte sich einen eigenen Imperialstil entwickelt, der durch J.J.Fux gekrönt, gleichzeitig mit den Meistern Conti und Caldara geadelt wurde. Contis besondere Begabung für heitere, galante und einfühlsame Melodien erlaubten es ihm, im sonst eher strengen Hofleben außergewöhnliche Kammerkantaten in einem sehr persönlichen Stil zu gestalten. Er war mit insgesamt drei Primadonnen verheiratet und schrieb ihnen die Musik offenbar als Ausdruck seiner Liebe in die Gurgel. Farbige Instrumentationen und solistische Verwendung der Theorbe sind seine weiteren Stärken!
Maria Ladurner - Sopran
ARS ANTIQUA AUSTRIA, Leitung: Gunar Letzbor

Ars Antiqua Austria

PROGRAMM und TEXTE anzeigen

Zur Konzertkritik:

http://www.drehpunktkultur.at
Überspanntheit als Stil



Sonntag, 6. März 2022, 11.00 Uhr
KLANG der KULTUREN
Amandus contra Amadeus

Im Stift Lambach finden sich mehrere Kammermusikwerke des Komponisten Amandus Ivanschiz. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich diese als Meisterwerke und musikalische Kleinodien, die es verdienen auch nach 300 Jahren noch gehört und bewundert zu werden. Einen Vergleich mit ähnlichen Werken von Amadeus Mozart brauchen sie nicht zu scheuen. Auch im benachbarten Stift Kremsmünster warten mehrere Kompositionen des kroatischen Meisters auf ihre Entdeckung. Die Kulturlandschaft ob der Enns wurde stark durch das kulturelle Leben der Stifte beeinflusst. Vorbeireisende Musiker wurden von einem Stift zum anderen gereicht. Manchmal schaffte es einer, in die Stiftmusiken aufgenommen zu werden, wenn zufällig gerade eine Stelle vakant geworden war. Ivanschiz dürfte als Paulinermönch kein Interesse an einer solchen Anstellung gehabt haben.
Glücklicherweise hinterließ er bei seinen Durchreisen offensichtlich mehrere Geschenke in den Klöstern - Kammermusik vom Feinsten!
ARS ANTIQUA AUSTRIA, Leitung: Gunar Letzbor

PROGRAMM und TEXTE anzeigen




Sonntag 3. April 2022, 11.00 Uhr
MUSICA AUSTRIACA
Pretiosen aus dem Stiftarchiv Kremsmünster

Das Stift an der Krems prägte lange Zeit das Kulturleben im Land ob der Enns. In seinem Archiv finden sich Unmengen an Meisterwerken aus ganz Europa. Es war eine gewisse Tradition, dass musikalische Mönche auf Reisen geschickt wurden, um neue Kompositionen ferner Kulturen aus erster Hand zu beschaffen. Von den Mönchen abgeschrieben fanden sie alsbald den Weg in die Aufführungstradition des Klosters und bereicherten und modernisierten dabei die musikalische Weltsicht der ganzen Umgebung.
Die Stiftmusik war bemerkenswert und konnte sich sogar mit der kaiserlichen Hofkapelle messen. Bis heute hat sich eine reiche Sammlung historischer Instrumente und eine noch reichere Sammlung an Noten erhalten.Es findet sich nicht nur Musik für den Gottesdienst sondern auch genügend weltliche Musik, glänzten die Äbte doch mit einer fast fürstlichen Hofhaltung. Lassen Sie sich in die Welt der barocken Stiftmusiken ein- und verführen!
ARS ANTIQUA AUSTRIA, Leitung: Gunar Letzbor



Fotocredit: 
zoegoldstein.com

Unten finden Sie auch Texte zum Programm, Lebenslauf von St.Florianer Sängerknaben, ARS ANTIQUA AUSTRIA und Gunar Letzbor


PROGRAMM

Giuseppe Valentini

aus: „Allettamenti per camera“

op. 8 Allettamento 1

Andante/Affettuoso - Allegro - Amoroso - Presto - Allegro


Aus der Lechler Handschrift

Sonata a doi: Violino e Fagotto o Viola da gamba


Ferdinand Fischer

Partita d - Moll für Laute solo 15?

Prelude - Aria, Variatio - Aria - Passagio - Aria, Variatio, Aria, Aria, Retirada


G.P.Pergolesi

Aria per Canto "Non possum temperare"


Tarquinio Merula

aus der Lechler Handschrift

Canzon Violine e Viola


Aus der Musikhandschrift Kremsmünster L9 (um 1615):

"Quia vidisti, me, Thoma, credidisti á 4 voc",

Intavolierung der gleichnamigen Motette von Orlandus Lassus (1532-1594) mit Zusätzen des Schreibers


Aus dem Musikdruck "Apparatus Musico Organisticus"

von Georg Muffat (1653-1704), Kremsmünster L6 (1690):

Ciacona in G


G.B.Pergolesi

aus: Salve Regina a Canto solo




ARS ANTIQUA AUSTRIA

Leitung: Gunar Letzbor
Gunar Letzbor - Violine
Hubert Hoffmann - Laute
Erich Traxler - Orgel
Jan Krigovsky - Violone
St. Florianer Sängerknaben, Einstudierung: Franz Farnberger


Programm und Texte verbergen


Betrachtungen von Podium herab

Ferdinand Fischer wurde am 12. Jänner 1652 als Sohn eines Gastwirtes in Kuchl geboren.
Bereits im Alter von sechs Jahren findet er sich in der Grammatikalklasse der unter Fürstbischof Markus Sittikus von Hohenems gegründeten Benediktinerschule.
Nach seinem Abschluss immatrikulierte er an der dortigen Universität in den „Rerum Humanorum“. Auch sein Studium der Theologie dürfte er an der Benediktineruniversität in Salzburg absolviert haben. Seine Weihe zum Priester empfing er am 18. September 1680 in Linz. Am 1. Jänner 1681 hielt er seine Primiz und wurde in den Konvent von Kremsmünster aufgenommen. Dort war er von 1683 bis 1685 Professor der Grammatikalklassen, bevor er am 20. Juni 1686 bis 1691 als Präfekt der Schulen und als Professor der Humanitätsklassen eingesetzt wurde. Von 1691 bis 1693 übte er die Funktion eines Priors im Stift aus. Von 1693 bis zu seinem Ableben am 13. Februar 1725 diente er schliesslich als Pfarrer in Buchkirchen bei Wels, wo er auch begraben wurde. Die Chroniken des Stiftes bezeichnen ihn als „in simplici testudine pulsanda magister, laboriosam cellae solitudinem dulciter temperare nouit“ und so erstaunt es nicht, in mehr als der Hälfte der zahlreichen im Notenarchiv von Kremsmünster erhaltenen Lautentabulaturen seine auffällig akkurate Handschrift aufzufinden.
Als ebenso eigenwilliger, wie origineller Komponist für sein Instrument konnte er erst in der jüngeren Vergangenheit identifiziert werden.
Die heute erklingende Partita in d-moll zeigt in ihrer fantasievollen Adaption zahlreicher stark kontrastierender Stilelemente, die nicht nur dem Formulierungs-Spielraum der Lauteninstrumente entnommen wurden, die Schulung Fischers an der Musik Georg Muffats und Heinrich Ignaz Franz Bibers. Auffällig ist weiters seine bewusste Vermeidung französischer Tanzsätze und deren Stilistik, was die entschieden unikale Stellung dieser Musik innerhalb des riesigen Repertoires für das Instrument im zentraleuropäischen Kulturraum zeigt.

Zu den grössten Kostbarkeiten des an Schätzen ohnehin reichen Notenarchivs (im Stift Kremsmünster) zählen drei Bände mit repräsentativer Sakralmusik der katholischen Kirche aus dem 17. Jahrhundert in einer damals aussergewöhnlichen Niederschrift als Partituren. Diese hatten ihren Ursprung in einer im Jahr 1633 begonnenen Reise nach Rom durch den Regens Chori des Stifts Benedikt Lechler zur Absolvierung seiner theologischen Studien, die den ausgebildeten Musiker erstmalig mit der Avantgarde kirchlicher Musik am Hof der Päpste in Berührung brachte.
In Rom scheint Lechler den Entschluss gefasst zu haben diese neue und ihm unerhörte Musik akribisch genau in Partiturform notiert, ungewöhnlich präzisen Instrumentationsangaben und übersät mit Ornamenten vokaler wie instrumentaler Improvisation, mit in sein Stift zu bringen.
Auf seiner Rückreise über Venedig und Mailand nach Kremsmünster ergänzte er diesen römischen Grundbestand durch weitere zentrale Werke aus dem oberitalienischen Raum.
Ins Stift zurückgekehrt wuchs die Sammlung über fast zwei Jahrzehnte auf heute annähernd 400 Werke an, von der Vierchörigkeit reich besetzter Mess-Kompositionen bis zu exquisiten zweistimmigen instrumentalen Epistelsonaten aus den führenden Musikzentren der Zeit, dem päpstlichen Rom, den Dom-Musiken in Venedig, Mailand und Salzburg sowie den kaiserlichen Hofkapellen in Graz und Wien.
Viele der in den „Lechler-Manuskripten“ gesammelten Werke sind andernorts lange verschwunden und deshalb nur mehr in diesen Partituren aufzufinden.
So entstand ein weltweit unikaler mit beträchtlicher Expertise zusammengefügter Tresor stilbildender geistlicher Musik höchster Qualität am musikhistorisch bedeutenden Wendepunkt von der klassischen Vokalpolyphonie hin zum „Stile Moderno“ mit seiner Entdeckung vokaler wie instrumentaler Virtuosität, der für die Musik der katholischen Kirche bis in die Tage Wolfgang Amadé Mozarts verbindlich sein würde.
Hubert Hoffmann

Im 16. Jahrhundert war es eine gängige Praxis, polyphone Vokalmusik (wie etwa von Cipriano de Rore oder Orlando di Lasso) für das Tasteninstrument umzuschreiben. Mittels der Notationsweise in neuer deutscher Orgeltabulatur konnten diese komplexen Werke in kompakter Form aufgeschrieben werden. Hinzu kamen Verzierungen und Diminutionen in unterschiedlicher Dichte. Diese zusätzlichen Umspielungen und Figuren sollten wohl Gestaltungsmöglichkeiten der Singstimme wie das Beben, Tremulieren oder ein Messa di voce imitieren, umgemünzt auf eine dem Tasteninstrument zuträgliche Art.
Die faszinierende Herausforderung, auf einem Tasteninstrument mehrere Stimmen zu "singen", bleibt ein wesentlicher Anspruch der Komponisten, sei es in Frescobaldis Toccaten und Canzonen oder in Bachs Fugen, bis hin zu Kaskaden in romantischer Klaviermusik, die letztenlich nichts anderes sind als diminuierte Figuren zu einer oder mehreren Melodiestimmen.
Auch Georg Muffats Ciacona aus dessen Apparatus musico Organisticus spielt mit polyphon geführten Motiven über einem immer wiederkehrenden Bassgang. Die französischen Verzierungen runden die Kunst des weltoffenen Passauer Domkapellmeister ab, der von Lully und Corelli gleichermaßen wie von Froberger, Kerll und Pasquini beeinflusst den "süddeutschen Orgelstil" verkörpert.
Erich Traxler


Arcangelo Corelli entwickelte sich in Rom zum Superstar. Er reiste nicht wie die anderen Virtuosen durch Europa, sondern lies seine Werke im fernen Holland drucken. Das begründete die enorme Verbreitung seiner Werke und machte ihn berühmt. Guiseppe Valentini war einer seiner Konkurrenten in Rom. Der Schüler von Giovanni Bononcini wirkte in mehreren Kirchen und hatte sehr einflussreiche Dienstgeber. Antonio Locatelli war einer seiner Geigerkollegen in der Papststadt. Valentini war ein Multitalent und reüssierte auch als gefragter Maler und Dichter.
Musikalisch besticht er durch originelle melodische Einfälle und gewagte harmonische Wendungen. Seine Kompositionen wurden auch in Amsterdam gedruckt und fanden weite Verbreitung in Europa. In Kremsmünster hat sich der Druck seiner Allettamenti (Verführungen) op.8 erhalten. Wir können davon ausgehen, dass das Geigenspiel im Kloster auch nach der prägenden Zeit von H.I.F.Biber weiterhin am Höchststand der Zeit gehalten wurde. 1681 wurde Valentini geboren, es ist das Jahr des Erscheinens der berühmten Sonatensammlung des österreichischen Geigenvirtuosen in Salzburg.

Franz Sparry lebte 1715-1767. Ab 1747 leitete er die Stiftsmusik in Kremsmünster. Die Zeit zwischen1740-1742 verbrachter er in Neapel und Rom zum Musikstudium. Auf einer Schiffsreise zusammen mit G.B. Pergolesi wurde ihr Schiff von Piraten überfallen. Die beiden Musiker schworen sich ewige Freundschaft, wenn sie dieses Abenteuer überleben sollten. Diesem Umstand verdankt das Stift mehrere Abschriften von Kompositionen Pergolesis, die er offensichtlich seinem Freund Sparry zukommen lies. Das "Salve Regina“ ist im Stift in zwei Fassungen dokumentiert. Dieses Werk findet sich in beiden Fassungen auch an anderen Fundorten Europas und ist bereits in der Gegenwart bekannt. „Non possum temperare“ konnte ich sonst nirgends ausfindig machen. Vielleicht ist es ein Unikat, das sich im Archiv erhalten hat. Die beiden Stücke wurden zur Zeit Sparrys sicherlich von den hauseigenen Sängerknaben ausgeführt. Ich bin sehr dankbar, dass in St. Florian die Tradition der Sängerknaben bis in unsere Zeit in hoher Qualität aufrecht erhalten wird!
Gunar Letzbor


St. Florianer SÄNGERKNABEN,
Leitung: Franz Farnberger

Der seit 1071 bestehende Knabenchor, dem auch Anton Bruckner angehörte und zu dessen Kernaufgaben seit Jahrhunderten die Gestaltung der Kirchenmusik in St. Florian gehört, konzertiert heute in der ganzen Welt.
Der Chor hat bei bedeutenden Musikfestspielen (u. a. Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Festival d’Aix en Provence) mitgewirkt und arbeitet immer wieder mit den berühmtesten Orchestern (u. a. Wiener Philharmoniker, Cleveland Orchestra,…) und Dirigenten zusammen. Franz Welser-Möst, ehemaliger Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, ist Ehrenpräsident des Vereins „Freunde der St. Florianer Sängerknaben“.
Solisten der St. Florianer Sängerknaben singen häufig die für Knaben vorgesehenen Rollen.
Die Sängerknaben treten entweder als reiner Oberstimmenchor auf oder zusammen mit ihrem Männerchor, den Franz Farnberger im Jahr 1989 gründete, um das Repertoire des Knabenchores erweitern zu können. Er besteht großteils aus ehemaligen Sängerknaben, die ihre gesangliche Ausbildung fortsetzen bzw. professionell fortgesetzt haben und teilweise auch in anderen renommierten Ensembles tätig sind.
Solisten aus den Reihen dieses Chores bilden auch kleine Ensembles.
Die reichhaltige Diskographie der St. Florianer Sängerknaben umfasst nicht nur traditionelle österreichische Musik, Volks- und Weihnachtslieder, sondern auch Aufnahmen Alter Musik in Zusammenarbeit mit renommierten Spezialensembles auf historischen Instrumenten.
Künstlerischer Leiter ist seit dem Jahr 1983 Franz Farnberger, der nach seinen Studien in Wien acht Jahre lang als Kapellmeister der Wiener Sängerknaben tätig war und der bis 2017 auch an der Anton Bruckner Universität unterrichtete.

www.florianer.at
http://www.youtube.com/saengerknabenchannel
https://www.facebook.com/Saengerknaben


ARS ANTIQUA AUSTRIA

Ensemble für neue Barockmusik 

Österreichische Barockmusik steht im Mittelpunkt des Repertoires dieses ungewöhnlichen Barockensembles. Die zu dieser Zeit am Wiener Kaiserhof gepflegte Musik zeigte zuerst starke Einflüsse aus Italien, später aus Frankreich, wobei sich auch das spanische Hofzeremoniel auf das künstlerische Schaffen auswirkte. Der typisch österreichische Klang dieser Epoche wurde durch den Einfluß der vielen Kronländer geprägt. Die politischen und gesellschaftlichen Grenzen im Österreich der Barockzeit waren viel weiter ausgedehnt als heute. Elemente der Volksmusik aus dem Slawischen, dem Ungarischen und der alpenländische Musik beeinflußten damals die Kunstmusik nachhaltig und gaben ihr den spezifischen Klang. Der österreichische Klang spiegelt aber auch das Temperament und den Charakter des damaligen Österreichers wieder, eines Menschen im Schmelzpunkt vieler unterschiedlicher Kulturen. Darin vereinigen sich die Lebenslust des Südländers, die Melancholie der Slawen, das Formalistische der Franzosen, das Hofzeremoniell der Spanier und das original Alpenländische des deutschsprachigen Raumes. Diese Mischung aus Hofmusik und Volksmusik mit einer tänzerischen Note machen den typisch österreichischen Klang aus.

Die ersten Jahre standen für ARS ANTIQUA AUSTRIA - neben zahlreichen Konzertauftritten - ganz im Zeichen der musikwissenschaftlichen Aufarbeitung des Schaffens österreichischer Barockkomponisten. Aus dem reichen Fundus wiederentdeckter Werke entstanden mehrere erfolgreiche Ersteinspielungen. So gab es für die Tonträger mit der Musik von R. Weichlein, H.I.F. Biber, F.Conti, G.B.Viviani, G.A.P. Mealli, G. Arnold, A. Caldara, B.A. Aufschnaiter, J.J. Vilsmayr, J.P. Vejvanovsky, J. Schmelzer, G. Muffat, W.L.Radolt, Ch. Mouthon, J.B. Hochreither, F.J.Aumann und Johann Sebastian Bach enthusiastischen Beifall bei internationalen Fachrezensenten.

Seit dem Jahr 2002 übernimmt ARS ANTIQUA AUSTRIA die Gestaltung eines eigenen Konzertzyklus im Wiener Konzerthaus, seit 2008 auch im Brucknerhaus Linz. Das Ensemble ist federführend in einer auf mehrere Jahre ausgelegten Konzertreihe mit dem Titel "Klang der Kulturen - Kultur des Klanges", bestehend aus insgesamt 90 Konzerten in den Städten Wien, Prag, Budapest, Bratislava, Krakau, Venedig, Laibach, Mechelen und Lübeck.

Die aktuellen Tourneen führten das Ensemble unter anderem zum Festival de la Musique Baroque nach Ribeauvillè, zu den Festwochen der Alten Musik nach Berlin, zum Festival Printemps des Arts nach Nantes, zum Mozartfest in Würzburg (eine Opernproduktion), zu den Tagen alter Musik in Herne, Festival de Musique de Clisson et de Loire Atlantique, Folles Journées Nantes und Tokyo, Musée d'Unterlinden Colmar, Festival Baroque du Sablon, dem Festival van Vlaanderen, Festival Bach de Lausanne, MAfestival Brugge, Bologna Festival, Vendsyssel Festival, Concerti della Normale Pisa, Resonanzen Wien, Klangbogen Wien zum Monteverdi Festival nach Cremona, an die Münchner Staatsoper sowie zu den Salzburger Festspielen.
Auch in den USA und Japan ist das Ensemble ein gerngesehener Gast.

Die CD-Einspielung zusammen mit der Mezzosopranistin Bernarda Fink (vier Kantaten von Francesco Conti) ist bereits eine Woche nach der Präsentation mit "Diapason d'or" ausgezeichnet worden. Gunar Letzbor bekam zusammen mit seinem Ensemble ARS ANTIQUA AUSTRIA einen "Cannes Classical Award" für seine Einspielung der "Capricci Armonici" von G.B.Viviani verliehen.

 

GUNAR LETZBOR, Barockvioline

Gunar Letzbor studierte Komposition, Dirigieren und Violine in Linz, Salzburg und Köln. Die Bekanntschaft mit Nicolaus Harnoncourt und Reinhard Goebel veranlaßte ihn, sich eingehend mit der Interpretation und Spielpraxis Alter Musik auseinanderzusetzen. Er musizierte in den Ensembles Musica Antiqua Köln, Clemencic Consort, La Folia Salzburg, Armonico Tributo Basel und der Wiener Akademie, war in den vier letztgenannten mehrere Jahre erfolgreich als Konzertmeister tätig. Bei zahlreichen Konzertreisen durch Europa, USA und Japan trat und tritt Gunar Letzbor regelmäßig als Solist in Violinkonzerten und Recitals mit großem Erfolg in Erscheinung.

Er gründete das Ensemble Ars Antiqua Austria. Mit den sieben Musikern dieses Ensembles versucht er, der klanglichen Vielfalt österreichischen Barockmusik durch Erarbeitung eines spezifisch österreichischen Barockstreicherklanges Ausdruck zu verleihen.
Mittlerweile wurden seine CD-Aufnahmen mit den Violinsonaten und den Rosenkranz-Sonaten von Biber, die Einspielungen mit Werken von Schmelzer, Vejvanovsky, Muffat, Weichlein, Aufschnaiter, Mozart, Caldara, Bononcini und Viviani mehrfach ausgezeichnet.

Gunar Letzbor ist ein begehrter Lehrer für Barockvioline, unterrichtete unter anderem an der Musikhochschule Lübeck und Wien. Als Dozent in Sommerseminaren für Aufführungspraxis bzw. Spielpraxis alter Instrumente gibt er seine Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Ensembleleiter und Solist an junge Musiker weiter.

Für seine Interpretation der "Capricci Armonici" von G.B.Viviani bekam er einen "Cannes Classical Award" verliehen. Besonderes Aufsehen erregte die Ersteinspielung der Violinsolosonaten von J.J.Vilsmayr, G.A.P.Mealli und J.P.Westhoff.


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Samstag, 23. April 2022, 11.00 Uhr
Bach Privat

In Bachs Privatwohnung findet ein imaginärer Wettstreit zwischen den bekannten Geigern Vilsmayr und Westhoff, sowie den befreundeten Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach statt. Die Meisterschaft des Gastgebers übertrifft kühnste Erwartungen...
Gunar Letzbor - Violine solo und Johann Sebastian Bach - Partita Nr. 3 E-Dur für Violine solo BWV 1006 sowie Werke von J.J. Vilsmayr, J.P. Westhoff und G.Ph. Telemann

Kartenpreise
Vorbestellung: 39.- EUR
Abendkasse: 45.- EUR
Schüler&Studenten (nur mit Vorbestellung): 11.- EUR
Abopreis für 4 Konzerte: 120.- EUR

Gratis CD für Abonnenten: H.I.F. Biber „Missa Alleluja“

 

Direktbestellung der Karten:
Telefonisch Sa. & So. oder WhatsApp: +43 (0) 6602351185
E- Mail: salzburg.ticket@ars-antiqua-austria.com

BANK KONTO:
Musikverein 'Ars Antiqua Austria'
IBAN: AT45 2033 3000 0029 7101
Sparkasse Ried-Haag SWIFT: SPRHAT21XXX

Folder zum Herunterladen: Bitte hier!

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